Eignungsfeststellungsverfahren

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Steckbrief

  • Abkürzung EfV
  • Zulassungsverfahren zum Bachelorstudium
  • Gesetz Bayrisches Hochschulgesetz Art. 44 Abs. 4

Neben zulassungsfreien Studiengängen und Studiengängen mit Numerus Clausus gibt es an der TUM Studiengänge mit Eignungsfeststellungsverfahren. Dieses besteht häufig aus zwei Stufen: Hat man genügend Punkte, wird man direkt zugelassen, bei etwas weniger Punkten wird man zu einem Gespräch eingeladen, bei zu wenig Punkten direkt abgelehnt. Die genaue Ausgestaltung des EfV ist in der Fachprüfungs- und Studienordnung des jeweiligen Studiengangs festgelegt.

Rechtslage

Das Eignungsfeststellungsverfahren ist im bayrischen Hochschulgesetz in Art. 44 Abs. 4 aufgehängt.

Art. 44

Besondere Qualifikationsvoraussetzungen

(4) 1 Neben den allgemeinen Qualifikationsvoraussetzungen und der allgemeinen Hochschulzugangsberechtigung nach Art. 45 Abs. 1 kann die Hochschule für Studiengänge, die zu einem ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss führen, den Nachweis der Eignung in einem Eignungsfeststellungsverfahren verlangen, wenn das betreffende Studium besondere qualitative Anforderungen stellt, die jeweils zu begründen sind. 2 [...] 3 Für die Eignungsfeststellung können folgende Kriterien festgelegt werden:

  1. Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung,
  2. fachspezifische Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung,
  3. Auswahlgespräch,
  4. Test (Leistungserhebung in schriftlicher Form),
  5. einschlägige Berufsausbildung oder andere berufspraktische Tätigkeiten.

Rechtlich problematisch ist hierbei in Satz 1:

[...] wenn das betreffende Studium besondere qualitative Anforderungen stellt, die jeweils zu begründen sind.

Diese Begründung könnte in künstlerischen Studiengängen beispielsweise die künstlerische Begabung sein (mann muss sich oft mit einer Mappe bewerben), die nicht lehrbar ist. In mathematischen, naturwissenschaftlich und Ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen gelten alle Kompetenzen als erlernbar, weshalb die besonderen qualitativen Anforderungen in diesem Fall nicht gegeben, geschweige denn begründbar sind.

Wir halten die Efv allerdings für ein sehr gutes Mittel. Durch ihr Zwei-Stufen-System sind sie sehr fair und im persönlichen Gespräch sollte es jedem möglich sein, wenn er unbedingt an der TUM studieren möchte, seinen Prüfer zu überzeugen. Zusätzlich sparen sie vielen Bewerbern ein Studienjahr, da sie voraussichtlich eventuelle Grundlagenorientierungsprüfungen nicht bestehen würden und so im schlimmsten Fall auch an keiner anderen deutschen Universität ein artverwantes Fach studieren dürften.

Für die Studierendenvertretung

Bei Satzungsänderungen ist darauf zu achten, dass immer ein studentische Beisitzer in den Auswahlgesprächen vorgesehen ist. Die Fachschaften sollten diese Möglichkeit unbedingt nutzen.